27.07.2017

Rezension: Jade & Shep






Titel: Jade & Shep
Autor/in: Monica Murphy
Format: Print / E-Book
Seitenanzahl: 445 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Schlimm genug, dass Jades Freund sie zu einem langweiligen Pokerspiel mitschleppt. Er benutzt sie auch noch als Spieleinsatz … und verliert. Die perfekte Gelegenheit für Jade, ihn zu ihrem Ex-Freund zu machen. „Gewonnen“ hat sie angeblich der superreiche und extrem gut aussehende Shep Prescott. Ein Mann, der alles haben kann, aber scheinbar nur hinter ihr her ist. Nichts hält ihn zurück, egal wie abweisend Jade sich verhält. Und je widerspenstiger sie wird, desto mehr will er sie für sich ...
Das Buch war anders als ich erwartet habe, ich wusste zwar das es hier sicherlich heiß hergehen wird, aber ich habe doch erwartet das hier auch einige Gefühle eine Rolle spielen, aber diese blieben zumindest meiner Meinung nach völlig auf der Strecke.

Die Charaktere waren für mich in Ordnung, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Es war halt dieses typische Klischee "Ich will ihn,ich will ihn nicht-Spiel" und hat mich irgendwie genervt. Die Charaktere waren mir einfach zu unspektakulär, denn sie hatten für mich keine Ecken und Kanten und wirkten leblos.

,Ich fand die Umsetzung der Grundidee nicht gelungen. Es drehte sich mir zu viel um das Thema Sex. (Zumindest in den Gedankengängen etc.) Das war mir alles zu viel und gefiel mir nicht ...  Das mit dem Wetteinsatz allgemein fand ich gut, denn es war einfach mal eine völlig neue Idee - sowas hatte ich persönlich noch nicht gelesen, aber ansonsten plätscherte die Geschichte für mich nur dahin und ich habe mich immer gefragt, wann passiert hier mal etwas? Es sind immerhin 448 Seiten, aber es passierte in meinen Augen fast nichts? Vielleicht war nicht der richtige Zeitpunkt für dieses Buch, aber mich konnte es nicht überzeugen und ich werde den weiteren Teil auf keinen Fall lesen. 

Oberflächliche Geschichte trifft leblose Charaktere. Eine neue Grundidee wurde durch mangelnde Umsetzung und fehlenden Emotionen zerstört und ließen mich am Ende frustriert zurück. Man hat dieses Gefühl ein Buch gelesen zu haben und trotzdem nichts neues erlebt zu haben. Schade um die Lesezeit, denn ich hatte völlig andere Vorstellungen von dieser Geschichte. 



26.07.2017

Dinge die ich zum Lesen brauche


Thema: Dinge die ich zum Lesen brauche 

Ich liste mal ein wenig auf:

- Zeit 
- Ruhe
- Ein gutes Buch
- ein schönes Plätzchen (Sofa,Bett,Draußen in der Natur)
- ein Lesezeichen oder ein vollgeladenen Kindle 
- evtl. Taschentücher ;)

Doch eigentlich braucht man doch wirklich nur die Zeit und ein gutes Buch. Denn wenn das Buch mies ist, dann macht das Lesen absolut keinen Spaß ... und wenn ich keine Zeit habe, dann kann ich auch nicht Lesen - also Fakt ist: Diese zwei Aspekte benötigt jeder von uns unbedingt zum Lesen.

Natürlich ist das nötige Kleingeld auch nicht verkehrt, denn man möchte ja auch mal neuen Lesestoff haben - aber zur Not gibt es ja die Bibliothek. Für alle Punkte gibt's eine Lösung bzw einen Kompromiss, außer beim Punkt: Gutes Buch und Zeit. :) 

Und wie schaut das bei euch aus? 



25.07.2017

Autoreninterview: Lilyan C. Wood

Lilyan C. Wood


Wann hast du gemerkt, dass du Autorin werden möchtest?
Schon als Jugendliche habe ich mir vorgestellt, wie es wäre, selbst Bücher zu schreiben. Ich habe schon immer gerne gelesen und fiel durch meine lebhafte Fantasie auf. Doch nie dachte ich daran, dass dieser Traum irgendwann Realität werden könnte. Es ist für mich immer noch unfassbar, dass ich mich „Autorin“ nennen darf.  

Wie kamst du auf die Idee bei "Devil's Daughter - Königreich der Unterwelt" den Spieß umzudrehen und die Engel die bösen werden zu lassen?
Ich weiß nicht, warum dies so ist, aber der Teufel als Figur hat mich schon immer fasziniert. Engel fand ich nur mäßig. Die Idee der Tochter des Teufels hatte ich schon länger und als ich nach einem Antagonisten für meine Teufelin suchte, fand ich Engel – die fast durchgängig als rein und göttlich beschrieben werden – ideal für die Rolle der Bösewichte. Weshalb sollten die geflügelten Wesen immer die Helden sein?

Hast du die Charaktere aus deinem aktuellen Roman frei erfunden oder dich durch dein Umfeld inspirieren lassen?
Etwas von mir habe ich in Lucia bzw. Lucile einfließen lassen, das macht wahrscheinlich jeder Autor. Man erkennt sich immer wieder selbst in seinen Protas. Ansonsten sind die Personen frei erfunden. Lediglich meine Eltern standen für die Namen von Luciles Eltern Pate.

Wie weit kennst du deine Geschichte, wenn du mit dem Schreiben beginnst? Weißt du zum Beispiel das Ende im Voraus?
Bevor ich mit dem Schreiben beginne, plotte ich die Geschichte im Groben. Dabei lege ich das Ende teilweise fest. Natürlich kann sich alles während des Schreibens verändern. Ich bin nicht so festgefahren, dass ich nicht alles spontan über den Haufen werden könnte. Oft lasse ich mich im Mittelteil von den Figuren leiten und die Ideen kommen während des Schreibens.

Wo Schreibst du am liebsten?
Auf meinem Sofa im Wohnzimmer. Dort ist es lichtdurchflutet, ich sitze bequem und zum Kühlschrank ist es auch nicht weit. 

Arbeitest du gerade an weiteren Projekten?
Ein Projekt überarbeite ich gerade und zwei weitere bin ich am Schreiben. Sehr wahrscheinlich darf ich bald Näheres berichten.

Welchen Tipp kannst du all denen geben, die gerne ein Buch veröffentlichen würden
Verfolgt euren Traum, egal, was andere euch einreden wollen! Arbeitet an euch und schreibt, schreibt und schreibt! Wenn man etwas unbedingt will, dann schafft man es auch – egal, wie lange es auch dauern mag. Wenn ihr eine Idee habt, schreibt sie auf und sucht euch Gleichgesinnte, die euch auf eurem Weg unterstützen! Es lohnt sich, seine Träume zu verfolgen.

Was sind deine persönlichen Schreibrituale?
Ich höre fast immer Musik über meine Kopfhörer, wenn ich schreibe. Je nachdem, was für eine Szene ich schreibe, kann ich die Musik anpassen. Ich mag es auch nicht, wenn mir jemand beim Schreiben über die Schulter schaut, daher bin ich gerne alleine mit meinem Laptop. 

Gibt es eine/n Autor/in, der/die dich sehr inspiriert beim Schreiben?
Ich mag den Schreibstil von Marie Graßhoff total gerne. Ich liebe ihre poetische und philosophische Sprache. Auch wenn ich nicht im Entferntesten so schreiben kann wie Marie, so versuche ich doch immer danach zu streben, die Leser genauso durch meinen Schreibstil zu packen, wie sie es kann.

Hast du ein persönliches Motto?
Das wechselt ständig, je nachdem wie es um meine Gemütslage steht. Ich bin da sehr sprunghaft.

Wie sieht dein persönlicher Alltag im Zusammenhang mit dem Schreiben aus?
Überwiegend versuche ich in meinen Ferien zu schreiben. Dann kann ich von morgens bis nachmittags in Ruhe schreiben. Wenn ich arbeiten muss, komme ich oft nur am Wochenende dazu und dann nehme ich mir die Zeit und ziehe mich zurück, um in meine Geschichten schlüpfen zu können. Unter Druck und mit wenig Zeit kann ich mich kaum auf meine Figuren einlassen und dann bin ich mit dem Geschriebenen oft unzufrieden.



Kakao oder Vanillemilch?
Kakao, aber nur kalt

Schwimmen oder Wandern?
Wandern

Katze oder Hund?
Katze

Salat oder Steak?
Steak

Frühling oder Herbst?
Frühling

Liebesfilm oder Actionfilm?
Actionfilm


... wenn du eine Wunderlampe findest und der Flaschengeist dir drei Wünsche erfüllt?
Dann wäre ich erstmal überfordert. Ich würde mich wahrscheinlich mit meiner Familie absprechen und mir mit ihnen drei sinnvolle Wünsche überlegen.
Darf man sich auch mehr Wünsche wünschen? 

... wenn du fliegen könntest?
Dann würde ich ständig die Welt von oben sehen wollen und mich im Wind treiben lassen. In meinen Träumen kann ich ganz oft fliegen und nach dem Aufwachen bin ich enttäuscht, dass es nicht wirklich war.

... wenn du Gedanken lesen könntest?
Ich würde mich sicher den ganzen Tag fremdschämen und mich in einen abgeschotteten Raum verziehen, weil mich die Gedanken erdrücken würden. Ich mag lieber die Stille. Oft genug kann man die Gedanken eines Menschen in seinem Gesicht lesen. Das reicht mir.

... wenn du unsichtbar wärst?
Ich würde viel Blödsinn anstellen. In uns allen steckt noch immer ein Kind, oder? 


24.07.2017

Rezension: Nemesis - Geliebter Feind




Titel: Nemesis - Geliebter Feind
Autor/in:
Anna Banks 
Format: Print / E-Book
Seitenanzahl: 432 Seiten
Verlag: cbt Verlag
Prinzessin Sepora ist auf der Flucht: Ihr Vater will sich mithilfe ihrer einzigartigen Gabe zum Herrscher über alle fünf Königreiche aufschwingen. Um das zu verhindern, taucht sie im verfeindeten Theoria unter, wo sie unfreiwillig als Dienerin am Königshof landet. Prompt verliebt sie sich in den jungen, smarten König Tarik – und steht schon bald vor einer folgenschweren Entscheidung: Ist sie bereit, ihren Gefühlen nachzugeben und Tarik die Wahrheit über ihre Herkunft zu verraten? 
Das Cover gefiel mir auf anhieb sehr gut, denn ich konnte mir dadurch direkt Sepora vorstellen und hatte während der ganzen Geschichte eine Figur vor Augen. 

Der einfache, aber sprachgewaltige Schreibstil hat mich direkt in ein neues Abenteuer entführt. Sehr schnell sind die Seiten davon geflogen und haben mich immer tiefer in die umwerfende Fantasiewelt gezogen. Die Beschreibungen waren detailreich, bildlich und gekonnt umschrieben - ich konnte mir die Orte perfekt vorstellen und war verzaubert. 

Die Charaktere waren toll, sie waren nicht oberflächlich, sondern tiefgründig. Ich habe die Charaktere direkt ins Herz geschlossen und war hin und weg von der Hauptperson. Sepora wurde toll dargestellt und hatte direkt punkten können. Auch die anderen Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet und hatten ihre individuellen Fähigkeiten und Charakterzüge erhalten. Wiedererkennungswert ist vorhanden und machgt die Figuren für mich absolut lebendig.

Die Liebesgeschichte ist spannend,dramatisch und absolut fesselnd und hat mich komplett überzeugt und neugierig gemacht. Es war einfach spannend und nicht langatmig. 

Der Spannungsbogen war konsequent da und hat mich die ganze Zeit begeleitet und gequält. 

Ein wirklich gelungener Reihenauftakt der es in sich hat. Wunderbare ausgearbeitete Charaktere, eine imposante Fantasywelt und eine interessante Liebesgeschichte runden das Gesamtpaket ab. Ich war gefesselt, erstaunt und sprachlos, dieses Buch hat mir einfach total gut gefallen und mir wunderbare Lesestunden gezaubert. Ich will Teil 2 und zwar sofort !!! 



23.07.2017

Das Wort zum Sonntag: Mein perfekter Tag


Ihr möchtet bei der Linkparty mit machen? Dann schaut oben bei "Das Wort zum Sonntag" nach, da wird alles erklärt.

Thema: Mein perfekter Tag 
Das nächste Thema am 30.07.2017 lautet: Traumberuf

Ehrlich?

Er beginnt mit dem ausschlafen und ich fühle mich total erholt und dann geht es weiter mit einem vielfältigen Frühstück, anschließend wird ein toller Ausflug zusammen mit der Familie unternommen und man hat eine menge Spaß!

Abends wird dann Zuhause ein DVD-Abend gemacht mit leckerem Essen, was bestellt wird ;-)

Und wenn man ins Bett fällt, dann hat man das Gefühl das die Zeit nicht wie irre rennt, sondern man einen ganz tollen Tag erlebt hat. 

Wie schaut das bei euch aus?Was ist euer perfekter Tag?


Verlinkt euren dazugehörigen Post unten bei "Add your Link", denn ich bin wahnsinnig gespannt auf eure Meinung/Posts.



21.07.2017

Fact Friday - Eigene Macken

Was ist der FactFriday?



Jeden Freitag findet diese Aktion statt. Hierbei nennt ihr zum jeweiligen Thema eure Fakten rund um eure Person. Diese Aktion soll helfen, damit ihr mich etwas besser kennenlernen könnt und mehr über meine Person erfahrt. (Falls ihr das überhaupt möchtet). 
Jeder darf teilnehmen! Ihr müsst nur zum jeweiligen Thema eure Fakten nennen!

Thema: Eigene Macken

- ich brauche ständig neue Bücher,obwohl ich noch welche habe
- ich bin DVD süchtig und könnte jedes Wochenende Filme schauen
- ich lese immer in jeder Mittagspause auf der Arbeit
- Ich bin perfektionistisch veranlagt ^^ 
- ich muss vieles ordentlich durchplanen
- im spontan sein bin ich nicht so gut 
- meine Wäsche muss immer gut nach Waschmittel duften 
- ich brauche beim Autofahren eine Brille
- ich spreche oft zu laut (durch die Arbeit ... die älteren Patienten verstehen sonst nichts)^^ 
- wenn ich müde oder hungrig bin, dann werde ich total zur Diva 



Was sind eure Fakts zu diesem Thema?

20.07.2017

Rezension: Smoke




Titel: Smoke
Autor/in:  Dan Vyleta
Format: Print / E-Book
Seitenanzahl: 624 Seiten
Verlag: carl's books

Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan ...

Smoke ist ein sprachmächtiger, überbordend einfallsreicher Roman und zugleich eine kluge Parabel, die facettenreich die existenziellen Fragen nach Macht und Moral, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse beleuchtet.
Thomas und Charly sind ganz normale Schüler, die von außen einen sehr gepflegten und liebenswürdigen Eindruck machen, aber die Gedanken der Jungs sind alles andere als harmlos, denn diese werden anhand des Rauchs ans Tageslicht gebracht. Allgemein werden die verschiedensten Gefühle mit unterschiedlichen Rauch dargestellt,dass ist erfrischend anders, aber teilweise auch manchmal verwirrend. Wo wir bei dem Thema verwirrend sind, denn auch die Erzählerperspektive hat es da in sich. Denn hier wechselt man von der dritten Person in die Ich-Perspektive.

Eigentlich gefiel mir die Story, die Handlungen und die nachdenklichen Aspekte außerordentlich gut, aber trotzdem bleibt bei mir ein bitter Nachgeschmack, denn teilweise war es etwas in die Länge gezogen. 

Leider wurde ich mit den Hauptcharakteren nicht wirklich warm, zu viele Charaktere erzählten uns was, ich war teilweise echt verwirrt .. Hätte man mich gezeichnet, dann hätte ich sicherlich drei Fragezeichen über den Kopf schweben gehabt. 

Der Schreibstil an sich war in Ordnung, es gab tolle Szenen und einige interessante Erzählungen - auch die Grundidee fand ich total gut, aber die Umsetzung war nicht komplett überzeugend.
Ein Buch was mich überhaupt nicht in seinen Bann ziehen konnte. Ich habe mehrere Anläufe benötigt um es überhaupt bis zum Schluss zu lesen. Die Grundidee war frisch und neu, aber die Umsetzung war grauenhaft. Durchsichtige Charaktere,  mittelmäßige Spannung, aber eigentlich ein schöner Schreibstil lassen mich noch zwei Sternchen vergeben. 



19.07.2017

Was stört mich am Lesen oder Bloggen?


Thema: Was stört mich am Lesen oder Blogger sein?


Lesen:
- die wenige Zeit die man hat
- die Kosten für neue Bücher, mein Geldbeutel weint 

Blogger:
- die Vorurteile 
- der Neid von manch anderen 
- die wenige Zeit um seine Ideen gekonnt umsetzen zu können 

Trotz der negativen Aspekte würde ich aber keins der beiden Punkte aufgeben. Das Lesen ist mein Leben, denn es holt mich immer aus einem "Tief" heraus und das Bloggen ist eins meiner größten Hobbies geworden. Ohne die beiden Punkte würde mir im Leben definitiv  etwas fehlen. Selbst wenn es noch mehr negative Dinge geben würde, ich würde es nicht aufgeben wollen. 


Und wie schaut das bei euch aus?  


18.07.2017

Autoreninterview: Jessica Stephens

Jessica Stephens


Wann hast du gemerkt, dass du Autorin werden möchtest?
Das ich es werden möchte, gar nicht. Zwar hatte ich mir irgendwann in den Kopf gesetzt mein Manuskript unbedingt, im Zweifel auch ohne Verlage, veröffentlichen zu wollen. Aber das ich dadurch den Status „Autorin“ erhalte, hatte ich dabei völlig vergessen. Selbst als ich mein Werk dann veröffentlicht hatte, dauerte es noch einige Tage bis irgendwann realisierte, dass ich nun eine Autorin bin. Es war ein großartiges Gefühl, was sich nach dieser Erkenntnis in mir ausbreitete und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie glücklich ich an diesem Tag war.

Wie bist du auf die Idee zu deiner aktuellen Buchreihe „Wächter“ gekommen?
Vor ungefähr zwei Jahren im Sommer ist mir die Geschichte wochenlang im Kopf herumgespuckt. Anfangs waren es nur Notizen mit Ideen, die mit der Zeit immer mehr wurden und irgendwann habe ich mich hingesetzt und diese am PC zusammengefügt. Das war die Grundstruktur meines Debütromans und mit den Tagen und Wochen wurde daraus eine komplette Geschichte. 


Hast du die Charaktere aus deinem aktuellen Roman frei erfunden oder dich durch dein Umfeld inspirieren lassen?
Die Charaktere sind alle frei erfunden. Sie haben aber allen einen Touch von mir abbekommen, so hat Megan die Bücherliebe von mir. Logan und seine Sprüche passen zu mir und bei Shanon sind es die roten Haare, welche ich eines Tages auch gerne mal haben möchte.

Wie weit kennst du deine Geschichte, wenn du mit dem Schreiben beginnst? Weißt du zum Beispiel das Ende im Voraus?
Bei mir steht zu Beginn immer nur ganz grob die Grundidee, welche bei einem ganz neuen Projekt, auch schon mal nur aus ein paar Sätzen bestehen kann. Zu Beginn möchte ich mich nie zur sehr einschränken und der Geschichte ihren freien Lauf lassen. Das kann zwar im Nachhinein manchmal mehr Arbeit bei der Korrektur bedeuten, aber ganz nach Plan schreiben, so finde ich, bietet irgendwie keinen Reiz.

Wo Schreibst du am liebsten?
Ich schreibe in meinem kleinen Arbeitszimmer, an meinem PC und höre je nach Stimmung Musik oder genieße die Stille. Je nach Tagesverfassung benötige ich entweder Ruhe oder musikalische Untermalung um in die richtige Stimmung fürs Schreiben zu kommen. 

Arbeitest du gerade an weiteren Projekten?
Ja, aber ich kann leider noch nichts verraten, da ich mir selbst noch nicht ganz schlüssig bin, wohin sich die Geschichte entwickelt. Außerdem habe ich momentan 2 angefangene Manuskripte zur Auswahl, an welchen ich arbeiten kann, somit muss ich mich auch erstmal für eines entscheiden, bevor ich euch etwas konkretes berichten kann.

Welchen Tipp kannst du all denen geben, die gerne ein Buch veröffentlichen würden?
1. Lasst euch Zeit mit dem Schreiben und arbeitet solang an eurem Manuskript, bis ihr selbst es für komplett abgeschlossen haltet. 

2. Traut euch. Egal welche Sorgen und Ängste euch in Bezug auf euer Buch im Kopf herumspucken, traut euch, euer Buch der Öffentlichkeit zu zeigen.

3. Lasst euch niemals von Absage von Verlagen oder von schlechten Bewertungen entmutigen. Als Autor muss man mit Kritik und auch mit Rückschlägen umgehen können, diese werden nicht ausbleiben. Aber immer Kopf hoch, die Sonnenseiten überwiegen, glaubt mir. =) 


Was sind deine persönlichen Schreibrituale?
Ich habe keine. Wahrscheinlich sollte ich welche haben, aber ich bin einfach nicht der Typ Mensch, der sich gerne auf Rituale/ Regelmäßigkeiten festlegt. Klar ich versuche jeden Samstag, an meinem aktuellen Projekt weiterzuarbeiten. Aber ich setze mich dahingehend nicht unter Druck und sage „Ich muss“. Denn ich weiß genau, dass würde bei mir nur das Gegenteil bewirken und ich würde wahrscheinlich gar keine Worte mehr aufs Papier bringen. Deshalb lege ich mich da nicht fest, sondern versuche, es immer samstags einzurichten, wenn es klappt – perfekt und wenn nicht, dann geht die Welt auch nicht unter. Jeder muss seine eigene Routine bzw. Art zu Schreiben finden und ich habe meine gefunden, auch wenn diese bei manchen vielleicht etwas unstrukturiert wirkt.

Welches Genre liest du selbst überhaupt nicht und warum?
Ich lese grundsätzlich keine Bücher im Bereich Horror/Thriller. Mir sind diese, genauso wie bei Filmen auch, einfach zu gruselig. Ich bin leider ein typischer Angsthase, was dieses Genre angeht. Als ich vor Jahren mal Final Destination 3 gesehen habe, konnte ich tagelang nicht gut schlafen, das hat mir gereicht. 
Außerdem lese ich nicht so gerne im Bereich Humor bzw. Parodien. Aber das liegt eher daran, dass ich dort den Witz nicht so richtig verstehe, bzw. auch nicht wirklich witzig finde.

Hast du ein persönliches Motto?
Sometimes you win, sometimes you learn.  – von John Maxwell

Wie sieht dein persönlicher Alltag im Zusammenhang mit dem Schreiben aus?
Ich schreibe in der Regel am Samstag, da ich dort genügend Zeit habe, um auch mal ein paar Stunden am Stück, an einem Projekt zu arbeiten. Nach dem Frühstück und dem Mails abrufen, geht es zu meinem Manuskript. Zuerst lese ich mir den letzten Absatz durch, um wieder in Geschichte hinein zu finden, bevor ich weiterschreibe. Manchmal öffne ich auch noch zusätzlichen den Plot und überfliege diesen, um mir nochmal die Kernaussagen ins Gedächtnis zu rufen. Und dann beginne ich mit dem Schreiben. Je nachdem wie meine Tagesleistung ist, komme ich schnell voran oder es zieht sich. Manchmal höre ich dabei auch Musik, um mich besser in die aktuelle Stimmung des Manuskripts einzufinden, das kommt aber immer auf meine Tagesverfassung an. ;-) 
Wenn ich dann nach einigen Stunden merke, dass die Konzentration nachlässt, mache ich eine Pause, esse was zu Mittag und beschäftige mich erstmal mit etwas anderem. Bei dem schönen Wetter momentan, gehe ich gerne mal raus und setzte mich ein paar Minuten in die Sonne. Wenn ich durchgeschnauft habe, setze ich mich wieder vor das Manuskript. Allerdings dann nur noch zeitlich begrenzt für 1-2 Stunden, dann ist Schluss. Schließlich ist auch Wochenende und meistens ist der Samstag auch mein „Ausgehabend“, das heißt, dass ich abends noch was mit den Mädels unternehme und so den Tag feucht fröhlich ausklingen lasse.


Kuh oder Schaf?
Schaf

Fliegen oder Auto fahren?
Fliegen

Sommer oder Winter?
Es hat beides seine Vorteile, daher beides. 

Apfel oder Banane?
Banane

Limonade oder Wasser?
Wasser

Horrorfilm oder Komödie?
Komödie

... wenn du eine Wunderlampe findest und der Flaschengeist dir drei Wünsche erfüllt?
Eine eigene Bibliothek, ein eigenes großes Haus und eine voll finanzierte Weltreise.

... wenn du ein Jahr lang Urlaub hättest?
Würde ich um die Welt reisen und an den Orten wo es mir am besten gefällt, auch mal etwas länger verweilen.

... wenn du plötzlich mit Tieren reden könntest?
Würde ich sie fragen, was sie sich von uns Menschen wünschen.

... wenn du auf einer einsamen Insel wärst?
Würde ich wahrscheinlich vor Einsamkeit eingehen. ;-) Ich bin sehr familiär gestrickt und brauche den Kontakt zu anderen Menschen. 


17.07.2017

Rezension: Die wundersame Welt der Fabelwesen






Titel: Die wundersame Welt der Fabelwesen
Autor/in:  Vanessa Riese
Format: E-Book
Seitenanzahl: 335 Seiten
Verlag: Impress 

**Entdecke eine Welt voller magischer Tiere!**

Drachen, Feen, Einhörner: Diesen und vielen anderen magischen Wesen begegnet die 17-jährige Abigail Tag für Tag. Gemeinsam mit ihrer Tante versorgt sie, tief verborgen in einer Hütte im Wald und abseits der Menschenwelt, kranke und verletzte Fabelwesen. Zu gerne würde Abigail bei der Tierpflege ihre besondere Gabe einsetzen – wenn ihre Tante ihr das nicht ausdrücklich verboten hätte. Doch dann trifft sie auf den äußerst charmanten Darien mit den saphirblauen Augen und ihre wahre Bestimmung scheint sie schließlich einzuholen…
Ein lockerer, langsamer und informativer Einstieg in die Geschichte hat mir dabei geholfen, mich direkt fallen zu lassen und mich völlig zu verzaubern.

Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Abigail und hat mir sehr dabei geholfen mich in der Geschichte wohl zufühlen und ihre Emotionen, Entscheidungen und Handlung zu verstehen.

Die Charaktere sind für mich perfekt, denn jeder hat seine persönlichen Ecken und Kanten erhalten und sind auch sehr "Charakterstark". Die Handlungen der einzelnen Personen passen perfekt zu den Charakteren und waren sehr stimmig. 

Der Schreibstil selbst ist harmonisch, einfach, aber auch detailreich. Nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel - einfach die für mich beste Mischung. Ich konnte mir die Umgebung un die Wesen sehr gut vorstellen und war richtig "gefangen" in meinem Kopfkino. 

Die Spannung kam für mich auch nicht zu kurz, denn ich war immer wieder neugierig welche Wesen man entdeckt und welche Abenteuer man erlebt. Es hat mir einen schönen Leseabend beschert. Natürlich gibt es auch hier 1-2 Dinge die vorhersehbar waren, aber das ist mir total egal gewesen, denn die Geschichte hatte so viele positive Aspekte, dass ich diesen kleinen Punkt als meckern auf hohem Niveau ansehe! 

Ein wirklich harmonischer Schreibstil trifft auch einzigartige Wesen und Orte. Eine Geschichte die süchtig macht und von mir innerhalb eines Abends verschlungen wurde. Ich war zwar am nächsten Tag völlig erschöpft und müde, aber hatte ein wunderbares Abenteuer erlebt. 



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